Leider habe ich mögliche Übertragungsprobleme nicht voraus gesehen. Sorry dafür. Alle Herbergen und alle Bars haben WiFi, jedoch für Bilder hochladen kaum geeignet. Anfangs schien es einmal möglich, nach 2 Stunden verabschiedete sich mein iphone ohne auch nur ein Bild komplett geladen zu haben. Zusätzlich wurde die Simkarte gesperrt. Heute geht alles ein wenig besser, da ein Hotel aufgesucht habe (zwangsweise). Bisher konnte ich den Camino de Santiago ohne körperliche Beschwerden gehen. Gestern begannen heftige Rücken- und Ischiasbeschwerden. Zwei lange sehr warme Wannenbäder und gymnastische Übungen scheinen zu wirken. Ja, der Camino ist wahrlich kein Spazierweg! Er fordert jeden Tag alle Gelenke, Muskeln, Sehnen und Fazien total. Mittlerweile empfinde ich auch keine Sympathie mehr für die alten Römer mit ihren Römerstrassen. Es sind nur noch Geröllpisten mit Auf- und Abstiegen von manchmal mehr als 10%. Trotz aller Anstrengungen, Mühen und Beschwerden ist das Erleben von Natur, Kultur und die tägliche Begegnung und Kommunikation mit vielen Menschen aus aller Welt das alles wert. Die meisten mir bisher begegnete Menschen kommen aus dem engl. Sprachraum, meist US-Bürger, aber auch sehr viel aus Südkorea und Japan. In den Herbergen und abends in den umliegenden Bars trifft man sich immer wieder zum „Pilgermenue“ und lernt sich immer besser kennen. Das Pilgermenue besteht aus drei Gängen mit unterschiedlichen Auswahlmöglichkeiten und mindestens einem Glas Rotwein. Es kostet zwischen 10-12 EURO. Ich bin heute in Logrono, der Hauptstadt der Weinprovinz RIOCHA. Morgen soll es dann weitergehen nach Najera.